Nein sagen

Oder auch: Selbstbestimmung statt Fremdbestimmung

Sicher ist jeder von uns schon mal in einer ähnlichen Situation gewesen: Man ahnt nichts Böses, das Handy klingelt und die Freundin/ die Kollegin/ der Partner bittet spontan um einen Gefallen. Vielleicht soll man ein selbst gebackenes Brot zur Party mitbringen, schnell noch eine Excel-Tabelle der Kollegin überarbeiten oder mal eben entgegen der Absprache die Einkäufe erledigen. Ohne überhaupt darüber nachzudenken, sagt man zu und in dem einen oder anderen Fall ärgert man sich hinterher über sich selbst. Denn: im Grunde genommen hat man weder die Zeit noch sieht die Notwendigkeit, warum diese Tätigkeit ausgerechnet von einem selbst übernommen werden sollte und man fühlt sich mal wieder ausgenutzt. 

Dies führt dann sehr oft zu Stress, denn durch die Tatsache, dass wir „Ja“ gesagt und „Nein“ gemeint haben, fühlen wir uns unter Druck gesetzt und fremdbestimmt. Darüber hinaus laufen wir selbst oft genug auf Hochtouren und brauchen deshalb auch freie Zeit für uns und unsere Bedürfnisse.

Gründe, weshalb wir oft nicht nein sagen können, gibt es viele: Zum einen möchte jeder dem anderen gefallen, möchte geliebt werden und Konflikte vermeiden. Harmoniesucht und die Angst vor Ablehnung sind allerdings oft unbegründet und völlig überzogen. Zum anderen sind insbesondere Frauen auch heute noch oftmals zur Hilfsbereitschaft erzogen worden und opfern sich eher für ihr Umfeld auf. Darüber hinaus gibt es Menschen, die das Gefühl lieben von anderen gebraucht zu werden und alles lieber (und besser) selbst erledigen. 

Es gibt also verschiedene Arten von Motivation, warum man wieder einmal „Ja“ gesagt hat, obwohl man „Nein“ gemeint hat. 

Grundsätzlich spricht natürlich nichts dagegen, die Bitten anderer Menschen zu erfüllen, aber es ist wichtig dort Grenzen zu setzen, wo die Bitte die eigenen Bedürfnisse beschneidet. Deshalb ist höflich „Nein“ zu sagen auch ein wichtiger Aspekt der Selbstfürsorge.

Nein sagen kann man lernen und die folgenden Tipps helfen dabei:

  1. Nicht unter Druck setzen lassen: Es ist völlig okay, sich nicht sofort festzulegen und über die Entscheidung nachzudenken. So kann sich auch das Gegenüber auf ein mögliches „Nein“ vorbereiten. Nebenbei wird eine überdachte Entscheidung eher respektiert und ein mögliches „Ja“ wertvoller.
  2. Bewusst machen, ob sich die Bitte überhaupt mit den eigenen Zeitplänen vereinbaren lässt: Vielleicht ist es gerade ein ungünstiger Zeitpunkt, aber man kann dem Gegenüber empathisch anbieten ein anderes Mal zu helfen.
  3. Nein-Argumente verinnerlichen: Möglich ist, einen Alternativ-Vorschlag zu unterbreiten, der besser mit den eigenen Bedürfnissen harmoniert. 
  4. Schuldgefühle ablegen: Oft hat die Angst „Nein“ zu sagen mit einem geringen Selbstwertgefühl und negativen Glaubenssätzen aus der Kindheit zu tun. Aber niemand kann niemals allen gerecht werden.
  5. Konflikt aushalten: Möglicherweise fühlt sich das „Nein“ sagen schlecht an, das schlechte Gewissen meldet sich und die Angst vor negativen Konsequenzen kommt auf. In diesem Fall ist es wichtig, sich vor Augen zu führen, dass die eigenen Bedürfnisse Vorrang haben.

Diese Tipps können helfen, von der Fremdbestimmung zur Selbstbestimmung zu finden und mehr Gelassenheit im Leben zu spüren.

  • Sag niemals „Ja“, wenn Du „Nein“ meinst!

Wenn Sie weitere Fragen oder Interesse an meinen Angeboten haben, nehmen Sie gerne Kontakt mit mir auf. Ich freue mich auf Sie! 

mailto: hueppauff@lifecoaching-husum.de

 

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